Offener Brief zur Rettung der FLORA
Die Verhandlungen über die zukünftige Zusammenarbeit der Parteien in Tempelhof-Schöneberg sind für uns ein wichtiger Anlass, unser langjähriges Anliegen erneut in den Mittelpunkt zu rücken: die Rettung des Geisterhauses FLORA in Friedenau.
Mit einem offenen Brief wenden wir uns an die neue Bezirkspolitik und die Presse. Wir fordern, den Einsatz eines Treuhänders als Priorität in der Zählgemeinschaftsvereinbarung für die kommenden fünf Jahre festzuschreiben. Denn die FLORA darf nicht weiter verfallen – sie ist ein wichtiger Teil unseres Kiezes und steht zugleich beispielhaft für den Umgang mit Leerstand und Wohnungsnot in Berlin.
Unseren vollständigen offenen Brief veröffentlichen wir hier:
Offener Brief
Sehr geehrte Frau Löber, sehr geehrter Herr Rubner,
sehr geehrte Frau Bremer, sehr geehrter Herr Böltes,
sehr geehrte Frau Neumann, sehr geehrte Frau Kühnemann-Grunow,
sehr geehrte Fraktionsvorsitzende und SpitzenkandidatInnen von Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke und SPD,
in diesen Tagen verhandeln Ihre Parteien in Tempelhof-Schöneberg über die Vereinbarungen zur Zählgemeinschaft für eine zukünftige Politik im Bezirk.
Das ist für uns der richtige Zeitpunkt, auf unser jahrelanges Anliegen zu verweisen: die Rettung des Geisterhauses FLORA. Wir appellieren an Sie, sich darauf zu verständigen und in der Zählgemeinschaftsvereinbarung festzuhalten, dass der Einsatz eines Treuhänders eine Priorität in der Planung und Umsetzung bezirklicher Vorhaben für die nächsten fünf Jahre haben muss.
Das Engagement gegen den Leerstand hat nicht nur für Friedenau große Bedeutung, sondern kann ein Beispiel sein im Kampf gegen das brennende Problem der Wohnungsnot in ganz Tempelhof-Schöneberg und sogar ganz Berlin, denn einen erfolgreichen Treuhändereinsatz hat es bisher nicht gegeben.
Die FLORA ist für die Menschen in Friedenau weit mehr als ein leerstehendes Gebäude. Sie ist ein identitätsstiftender Teil des Kiezes. Umso dringlicher ist es, ihren weiteren Verfall zu verhindern und durch den Einsatz eines Treuhänders endlich eine Perspektive für ihren Erhalt zu schaffen.
Es wäre auch ein Beispiel für eine Wirksamkeit der Zusammenarbeit von engagierten BürgerInnen, Politik und Verwaltung und damit ein Zeichen gegen weit verbreiteten Politikverdruss.
Die Substanz der FLORA hat in den über 20 Jahren des Leerstandes gelitten. Ein weiterer Verfall darf nicht passieren.
In den nächsten fünf Jahren muss die FLORA instandgesetzt werden!
Nachbarschaftsinitiative Friedenau e. V.
Berlin, 21.10.2026

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